Bekanntschaften eisenach

Bekanntschaften eisenach
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Das Buch wurde 1773 veröffentlicht und fand vor allem bei der jüngeren Generation großen Zuspruch.

Dieses Musterbeispiel für die literaturgeschichtliche "Sturm und Drang"-Periode begründete Goethes Ruhm und Erfolg als Schriftsteller.

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Goethe wurde zum engen Freund des Herzogs und von diesem zum Minister und zum Geheimrat am Weimarer Hof ernannt.Nachdem sich Goethe in Weimar einige Jahre seinen neuen politischen Aufgaben gewidmet und sich auch als Forscher auf naturwissenschaftlichem Gebiet betätigt hatte, zog es ihn voll innerer Unruhe in die Ferne.Mehr Zeit und Engagement widmete er hingegen seiner Literaturleidenschaft und begann bald mit der Arbeit an seinem ersten großen Werk, dem historischen Drama "Götz von Berlichingen".In dessen Mittelpunkt steht der Ritter mit der eisernen Hand, der sich vehement für Gerechtigkeit und Freiheit einsetzt, letztendlich aber scheitert und den Tod findet.Deines leisen Fußes Lauf Weckt aus tagverschlossnen Höhlen Traurig abgeschiedne Seelen, Mich, und nächt’ge Vögel auf."Sturm und Drang 1770 nahm Goethe auf Drängen des Vaters sein Jurastudium wieder auf und ging dafür nach Straßburg.

In der französischen Stadt erlangte er schließlich die Doktorwürde.

Nebenher blieb dem vielseitig interessierten jungen Mann aber auch noch genügend Zeit, um sich intensiv mit medizinischen Studien zu beschäftigen.

Auch Chemievorlesungen besuchte Goethe und legte damit den Grundstock für seine spätere Beschäftigung auf dem Feld der Naturwissenschaften.

Während seines Genesungsurlaubs zu Hause in Frankfurt veröffentlichte Goethe seinen ersten Band mit selbstverfasster Lyrik.

Darunter auch das Gedicht "An den Mond", das schon sehr stark vom goetheschen Geist geprägt war, wie dieser Auszug zeigt: "Schwester von dem ersten Licht, Bild der Zärtlichkeit in Trauer, Nebel schwimmt mit Silberschauer Um dein reizendes Gesicht.

Viele männliche Leser identifizierten sich so stark mit der Figur des Werther, dass sie, dem Beispiel des Romanhelden folgend, aus selbst erlebtem Liebesschmerz in den Freitod gingen.